Leistung
Asbestentsorgung
Richtlinien und Anforderungen an Asbestentsorgung
Asbest ist äußerst schädlich für Gesundheit um Umwelt. Kein Wunder, dass es in den letzten Jahren immer wieder neue und zunehmend stregngere Richtlinien und Anforderungen in Hinblick auf die Asbestentsorgung gab.
Asbest ist ein Mineral, das natürlich vorkommt und einst im Tagebau abgebaut wurde. Besonders in den 70er- und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts kam das Material bei den verschiedensten Baumaßnahmen zur Anwendung. Heute weiß man: Weil Asbestfasern so klein sind, besteht die Gefahr, dass sie in die Atmungsorgane eindringen. Dort angekommen, können die Asbestnadeln bis zum Lungengewebe vordringen und einen erheblichen Schaden anrichten. Nicht selten heißt die fatale Diagnose: Krebs.
Bei der Asbestbeseitigung muss man deshalb akribisch darauf achten, die Abfälle derart zu verpacken und zu transportieren, dass eine Faserfreisetzung in jedem Fall unterbunden wird. Auch ist für die Beseitigung von Asbest eine spezielle Schutzausrüstung nötig, damit der Bauarbeiter nicht in Gefahr gerät. Sämtliche Asbestabfälle sind stets gesondert zu entsorgen, das Vermischen mit anderen Abfallarten ist nicht zulässig.
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Die Wunderfaser
Typische Eigenschaften
In der Bauindustrie setzte sich Asbest einst vor allem aufgrund seiner besonderen Eigenschaften durch. Asbest …
- besitzt eine hohe Widerstandsfähigkeit,
- lässt sich einfach mit Zement mischen,
- ist verrottungsfest und hitzebeständig,
- zeigt sich widerstandsfähig gegenüber Säuren.
Gerade die Zähigkeit, die den Asbest auszeichnet und ihn einst zum Liebling der Baubranche machte, ist heute ein Problem. Denn das schädliche Material loszuwerden ist eine Arbeit, die ausschließlich zertifizierten Spezialisten vorbehalten sein sollte.
Von der Antike bis heute
Viele verbinden mit Asbest vor allem ein Problem der einstigen DDR. Auch wenn die Nadeln zu dieser Zeit in beachtlicher Form vorkamen, wurden sie weitaus früher für die verschiedensten Vorhaben verwendet. Schon in der Antike und dem Mittelalter finden sich erste Hinweise zu eben diesem Material. Sicherlich ist die Verwendung früher kaum mit der in der jüngsten Vergangenheit zu vergleichen, trotzdem wurde schon recht früh mit der Verwendung von asbesthaltigen Steinen begonnen. In einem Buch über die bekannten Steine von Theophrast findet es erstmalig Erwähnung. Während dessen fanden sie sich bei der ewigen Flamme der Akropolis wieder. Sie wurden genutzt, um den Docht zu betreiben.
Im alten Rom machte vor allem der Naturforscher Plinius der Ältere Asbest bekannt. Er berichtete von Leichentüchern, die explizit für Könige bereitgestellt wurden. Sie wurden aus Asbestgewebe gefertigt. Diese Tücher machten es möglich, dass die Asche des Verstorbenen im Anschluss an die Verbrennung sicher vom Übrigen getrennt wurde. Zu einem regelrechten Asbestboom kam es schließlich ab dem 15. Juni 1900.
An diesem Tag wurde dem Österreicher Ludwig Hatschek ein Patent für Ethernit erteilt. Zu dieser Zeit war er im Besitz einer Asbestwarenfarbik. Mit der Patenterteilung wurde die Verwendung immer beliebter und er setzte sich in zahlreichen Bereichen durch. Rasch setzten sich die feinen Nadeln für die verschiedensten Baustoffe durch. Plötzlich fand sich Zement in Form von Faserzement beispielsweise in Dachschindeln wieder. Auch in verschiedenen Faserverkleidungen und Dach-Wellplatten war Asbest enthalten.
Selbst Telefon-Gehäuse wurden aus dem gefährlichen Mineral hergestellt. In den folgenden Jahren mangelte es ihnen mit Sicherheit nicht an Beliebtheit. Besondere Aufmerksamkeit wurde Asbest schließlich im Zweiten Weltkrieg zuteil. Damals hätten die Verwendungsmöglichkeiten kaum unterschiedlicher sein können. So wurde Asbest nicht nur für Postsäcke verwendet. In Zahnpasta diente es beispielsweise als Polierzusatz und auch in Getränkefiltern wurden sie verarbeitet. Selbst für die Herstellung von Fallschirmen, die für Bomben dienten, fand er Anwendung.
Rasch wurden ebenso die Dämmqualitäten entdeckt, sodass sich Asbest als Dämmstoff durchsetzte. Vorteil war von Anfang an die Temperaturfestigkeit dieser Minerale, die es für die Dämmung letzten Endes so interessant machten. Gerade hinter Öfen, die in Holzhäusern verarbeitet wurden, erwiesen sie sich die als ideale Wahl und wurden gern verwendet. In Laboren dienten Asbestplatten als feuerfeste Unterlagen.
In zahlreichen Bereichen und Berufen wurden Menschen mit diesem gefährlichen Stoff in Kontakt gebracht. So entstanden nicht nur beachtliche Gesundheitsschäden. In einigen Tätigkeitsbereichen war in Kombination mit den daraus resultierenden Gesundheits- schäden auch von einer Berufskrankheit die Rede. Selbst in Schweißgasflaschen wurde darauf zurückgegriffen. Hier fand Asbest als Füllung Anwendung. Asbest ist eine recht poröse Masse, in der in beachtlicher Zahl Dissousgas eingesetzt wird. Mittlerweile wird als Ersatz auf eine Kieselgurfüllung zurückgegriffen.
Gesundheitsgefahren
Die Gefahr beim Asbest geht vor allem von den freigesetzten Asbestfäden aus. Diese Fasern sind sehr instabil und werden bei unsachgemäßem Umgang mit dem Baumaterial oder auch im Zuge von Bearbeitungen freigesetzt. Schon die kleinste Belastung reicht aus, um eine Asbestose hervorzurufen.
Bis heute wird Asbest zu Recht mit massiven Gesundheitsgefahren verbunden. Die Asbestose kennt man als Krankheit seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Der gefährliche Lungenkrebs wurde schon 1943 mit Asbest assoziiert und schließlich auch als Berufskrankheit definiert. Seit dem Jahr 1970 sind Asbestnadeln offiziell als krebserregend eingestuft.
Nur wenig später wurde mit Spritzasbest das erste Asbestprodukt verboten. Trotz allem war Asbest im letzten Jahrhundert ausgesprochen beliebt – und wurde in mehr als 3.000 Produkten verarbeitet.
